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Blutfettsenker fördern Diabetes: Wer muss aufpassen? | Visite | NDR

October 12, 2019


Statine erhöhen den Blutzucker,
das ist schon länger bekannt. Wie stark die Fettsenker
das Diabetes-Risiko erhöhen, untersuchte
eine niederländische Studie. Das Ergebnis:
Das Diabetes-Risiko stieg um 38 %. Das klingt besorgniserregend,
doch was bedeutet das? Norbert Scherf
auf dem Weg zum Kardiologen. Er nimmt Statine,
drei Jahre später ist er Diabetiker. Aber der Reihe nach: Vor sieben Jahren
bekommt er Probleme mit dem Herzen: Druck auf der Brust,
kalter Schweiß, Herzrasen. Seine Frau ruft den Notarzt. In kürzester Zeit standen
zwei Rettungswagen auf dem Hof, zwei Besatzungen, zwei Notärzte. Die untersuchten mich
und fanden nichts. Doch sein Arzt stellt fest: Die Blutfettwerte sind zu hoch,
also das Cholesterin. Beim Belastungstest kommt heraus, dass etwas
mit dem Herzen nicht stimmt. Er kommt auf den Tisch
ins Katheterlabor. Drei Arterien
sind fast ganz verschlossen. Eine Folge hoher Cholesterinwerte. Er braucht drei Stents,
die die Gefäße offenhalten sollen. Hohe Blutfette verstärken das Risiko
für Herzinfarkt und Schlaganfall. An den Gefäßwänden bilden sich
Ablagerungen, die die Adern verengen. Ist ein Gefäß verschlossen,
drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Damit die Stents
nicht wieder zugehen, ist Norbert Scherf
auf Statine angewiesen. Sein Kardiologe
nimmt das Diabetes-Risiko in Kauf. Man muss abwägen: Ist der Nutzen
größer als das Risiko? Bei Patienten mit Arteriosklerose
oder die einen Herzinfarkt hatten oder auch einen Stent haben, ist
der Nutzen größer als das Risiko. Aber viele Hausärzte
haben das Diabetes-Risiko der Statin-Patienten nicht im Blick. Natürlich muss man
den Blutzucker kontrollieren, ob sich als Nebenwirkung
eine Diabetes entwickeln kann. Norbert Scherf
verträgt die Cholesterinsenker gut. Eines Tages wird ihm schwindlig,
sein Arzt stellt Diabetes fest. Eine Folge der Statin-Therapie? Statine senken die Herzinfarktgefahr, zugleich steigt
das Diabetes-Risiko um 38 %. Was bedeutet
diese statistisch ermittelte Zahl? Wenn Sie einen Menschen haben,
der in den nächsten zehn Jahren ein Diabetes-Risiko von 5 % hat,
erhöht sich das auf 6,5 oder 7 %. Die Ärzte erklären sich das so: Bei Statinen
wird in der Bauchspeicheldrüse weniger potentes Insulin gebildet. In den Muskelzellen
kommt weniger Insulin an. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich,
wird als Fettreserve angelegt. Folgen einer Insulinresistenz.
So entsteht Diabetes. Aber nicht alle, die Statine nehmen,
kriegen auch Diabetes. Christiane Holzmann
nimmt seit Jahren Fettsenker wegen ihres familiären Risikos. Mein Vater verstarb nach
dem vierten Schlaganfall mit 68. Da liegt es wohl in der Familie. Vor der Statin-Therapie war
ihr LDL-Cholesterin leicht erhöht. Bei der Sonografie zeigen sich
Ablagerungen in der Halsschlagader, aber sie sind
eigentlich nicht gravierend. Ist die Statin-Einnahme
bei ihr wirklich nötig? Patienten mit einem geringen
10-Jahres-Risiko für Herzinfarkt von vielleicht unter 5 %: Bei denen kann man
sicherlich diskutieren, auch wenn das LDL erhöht ist,
dass man noch wartet und beobachtet. Darum will Jens Aberle
ihr individuelles Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
ermitteln. Bei Blutdruck und Gewicht
gibt’s kein Problem, das Risiko liegt bei 3,6 %. Aber ein anderer Wert ist gefährlich. Sie haben neben
den erhöhten Risikofaktoren einen erhöhten Wert
für Lipo-Protein A. Dieser Wert, der oft vererbt wird, erhöht die Gefahr für Schlaganfall
oder Herzinfarkt deutlich. Christiane Holzmann braucht Statine. Trotzdem braucht sie
Diabetes nicht zu fürchten. Denn die 74-Jährige hält das Risiko
mit Sport und Ernährung in Schach. Bei Norbert Scherf war es anders. Er war lange übergewichtig,
mutete seinem Körper einiges zu. Ich hab früher immer abends
‘ne Tafel Schokolade gegessen. Jeden Abend – 365 Tafeln im Jahr. Früher wog er 83 Kilo, jetzt sind es knapp 68 Kilo
bei einer Größe von 1,70 m. Ich hab zuerst angefangen,
alles an Zucker zu verbannen. Er bewegt sich auch mehr. Arbeitet mit seiner Frau Christine
viel im Garten. So hofft er,
seinen Diabetes kleinzuhalten, denn auf die Statine
kann er nicht verzichten.

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2 Comments

  • Reply Klausraabe October 8, 2019 at 10:28 pm

    Schon einmal etwas von der Cholesterinlüge gehört, darüber gibt es ein Buch, einfach googeln. Cholesterin wird in der Leber gebildet, wenn Du ein zu hohen Cholesterinwert besitzt, ist der Auslöser das Homosystein, welches gesenkt werden muss, Statine senken nicht das Homosystein. Weiterhin rate ich zu einer Leberreinigung. Statine überwinden die Hirnblutschranke und bauen das lebenswichtige Cholesterin im Gehirn ab. Das Gehirn besteht zu 75% aus Cholesterin. Durch den Abbau des Cholesterin im Gehirn, wirst Du …. kannst irgendwann keine Zeitung mehr lesen usw. Statine machen Impotent.
    Der Fernsehbeitrag wurde von der Pharmaindustrie gesponserte, um zu zeigen, wie unverzichtbar Statine sind.
    Letzter Satz im Beitrag: denn auf Statine kann er nicht verzichten …. 👎👎👎👎
    Mein Name: K.R.

  • Reply Klausraabe October 10, 2019 at 10:24 am

    Statine senken das Risiko auf ein Herzinfarkt. 🤔 was die angehenden Ärzte so alles lernen …. und auch noch glauben. Stell doch dein Dozent die Frage, woher er dieses Wissen hat. Welche Studien belegen, dass Statine das Herzinfarktrisiko senken.
    Ich möchte allen Ärzten und Patienten das Buch … Die Lösung des Herzinfarkt-Problems STROPHANTHIN empfehlen. Autor Rolf-Jürgen Petry. Viele wissenschaftliche Studien über das alternative Herzmedikament Strophanthin, welches bis 1980 in allen Herzkliniken sein festen Platz hatte, und dann kam die Pharmaindustrie.
    Die Folge, Lehrpläne an den Universitäten wurden geändert …. das Strophanthin verschwand, auch in den Krankenhäusern … was sich nicht patentieren lässt, bringt auch kein Gewinn. Mein Name: K.R.
    Srophanthin gibt es auf Privatrezept.
    Preis 100ml für 4 Monate ca. 30 Euro.
    Strophanthin ersetzt alle Herzmedikamente der Pharmaindustrie und das ohne Nebenwirkung.

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